Tödliche Schwestern
nach Jean Genet
Das Stück erzählt die Geschichte zweier Schwestern. Als Dienstmädchen in einem beklemmenden Arbeitsverhältnis tätig, versuchen beide, ihrem ungeliebten Dasein zu entfliehen, in Träume und heimliche Rituale. An dem Tage, an dem wir in die Geschichte einsteigen, steht das Ritual unter einer neuen, ungekannten Spannung, denn sie haben den 'Gnädigen Herrn' durch falsche Beschuldigungen ins Gefängnis gebracht. Diese Grenzüberschreitung der heimlichen Spiele führt zur Katastrophe: Die Realität bricht unheilvoll in die Zeremonie ein und reißt ungeahnte Wunden auf ... Und doch, ihre Revolte ist weniger eine soziale Geste als ein Akt, ein Ritual von Heimweh und Sehnsucht nach Freiheit. Beide zeigen sich als "Ungeheuer - wie wir selber, wenn wir dieses oder jenes träumen" (Jean Genet).
Die Inszenierung mit Studierenden des 2. Jahrgangs interpretiert eine Geschichte, die auf dem realen Fall zweier Schwestern aufbaut, welche im Jahr 1933 ihre Herrin und deren Tochter töteten. Die beiden Schwestern Lea und Christine verbrachten viel Zeit ihrer Kindheit in Waisenhäusern, da sich die Eltern der beiden trennten. Später arbeiteten beide zusammen und getrennt als Dienstmädchen. Ab 1926 im Hause der Lancelins. Beide galten als sehr ruhige und zurückgezogene Mädchen und waren doch eines bestialischen Mordes fähig. Nach getaner 'Arbeit' hatten sie ihre Werkzeuge gesäubert, ein Bad genommen und sich im Bett zur Ruhe gelegt. Ein Fall, der bereits Jean Genet zu einem anspruchsvollen Skandalstück inspirierte.
Es spielen: Sarah Schuchardt, Michaela Spänle und Michèle Haghuber
Inszenierung und Ausstattung: Stefan C. Limbrunner
Premiere: Freitag 02.04.2009 um 20h in der Akademie • Burg 27b • Burghausen.
Weitere Vorstellungen: 04., 24., 26. April 09 • jeweils um 20h.
Kartenreservierungen unter 08677. 91 11 54 oder info@athanor.de
