Eine Aufführung des 2. und 3. Jahrgangs
Premiere ist am 4. Juni 2005 um 20.00 Uhr
Weitere Aufführungstermine:
5. / 7. / 8. / 9. / 10. / 11. / 12. Juni 2005, jeweils um 20.00 Uhr
Aufführungsort: Aula der Akademie, Burg 27b, 84489 Burghausen
Die Collage verbindet Szenen aus berühmten Stücken der klassichen Antike – Elektra von Sophokles, Euripides’ Orestes – und der klassischen Moderne – O’Neills Trauer muss Elektra tragen, Tennessee Williams’Sommer und Rauch, Lorcas Yerma -, die ein Thema und eine fundamentale Lebenssituation gemeinsam haben:
Erzählt wird die uralte, stets neue Geschichte von der Gefangenschaft des Menschen im Gehäuse besessener Willenskraft, ausgelöst von einem alles beherrschenden Gefühl. Sei es das Gefühl des Hasses, der Rachlust, der Angst, der Eifersucht, des unterdrückten Begehrens, der wilden Trauer um einen unerfüllten, unerfüllbaren Wunsch, entstanden im allerengsten, einschließenden Lebensumfeld der Väter und Mütter, der Geschwister, der Geliebten und der seit je her Vertrauten, gerade darum aber stetig genährt und zu Wahn sich steigernd, es hat Zerstörung im Gefolge, Ernüchterung, schwarze Trauer oder kalt lachende Resignation. – Durch die Verschränkung der Szenenentfaltet sich die Variationsbreite dieses Themas der Gefühlsherrschaft, durch den Einsatz gleichsam chorischer, aber stummer Masken als unerbittliche Beobachter wird das tragisch Verheerende des leidenschaftlichen Kreisens dem Auge bewusst gemacht – Dialektik von Glut und Asche.
