Dörnröschen von Elfriede Jelinek“Dornröschen – Der Tod und das Mädchen II” aus den “Prinzessinnendramen”
von Elfriede Jelinek 

Am Anfang scheint alles zu stimmen: Dornröschen schläft (seit 100 Jahren), der Prinz kommt und küsst sie wach – aber danach wird alles anders; Dornröschen lässt sich nicht mir nichts dir nichts zum Traualtar führen, auch hat der Prinz durchaus keinen Traualtar im Sinn. Regisseur Josef Maria Krasanovsky und der Abschlussjahrgang der Akademie haben aus Jelineks Dornröschen-Text, einer so sperrigen wie reizvollen, komischen wie erschreckenden Umdeutung des alten Zaubermärchens, eine Art Sprechoper und Tanztheater gemacht – die Freiheit nutzend, die Jelinek den Theatermachern im Umgang mit ihren Texten grundsätzlich einräumt, aber sorgfältig darauf bedacht, die charakteristischen Themen dieser Autorin aus dem Wortlaut heraus zu entwickeln und wahrnehmbar zu machen – hier z.B. das fatale Ineinander von Gewalt und Gefügigkeit, am Beispiel von Prinz und Prinzessin (die so unterhaltsam entzaubert werden, wie vielleicht nur das Theater dies kann).

 

Premiere: 04. Juli 2011
weitere Aufführungen: 05., 06., 07., 09. Juli 2011
jeweils um 20 Uhr
im Theater in der Freundlhalle • Tittmoningerstr. 17 • 84489 Burghausen

Wiederaufnahme: 22., 24., 25., 28., 29., 30. September und 1., 2. Oktober 2011
jeweils um 20 Uhr
im Theater in der Freundlhalle • Tittmoningerstr. 17 • 84489 Burghausen

mit Rebekka Bachmann, Simone Bartzick, Ambra Berger, Daniel Bucher, Eveline Makrai und Andrea Reinbacher
Regie: Josef Maria Krasanovsky

Aufführungsrechte beim rowohlt-Verlag

Fotos von A. Bieler 

YouTube Preview Image