Burghausen

Standort der Athanor Akademie für darstellende Kunst ist Burghausen an der Salzach (Oberbayern).

Für die Akademie bedeutet dies eine programmatische Entscheidung. Hier eröffnet sich ein überschaubares Kulturareal, in dem die Aktivitäten der Akademie und ihrer Studenten eine persönliche Wirkung erzielen können.

Denn nicht Anpassung an einen etablierten und dadurch so oft auch erstarrten Geschmack gilt es zu erlernen, sondern - zusammen mit einem interessierten Publikum - lebendige kulturelle Entwicklungen einzuleiten.

In Burghausen ist ein unmittelbares und persönliches Echo auf die Produktionen der Studenten im direkten Kontakt mit dem Zuschauer gegeben. So bietet sich die Chance, die eigene künstlerische Arbeit unter wirklich professionellen Bedingungen zu erproben und experimentell zu erweitern.

Der Hauptsitz der Schule befindet sich auf der Burg, die, im 14. Jahrhundert erbaut, über Altstadt und Salzach aufragt.
Die mit sechs Innenhöfen längste Burganlage Europas beherbergt neben Privatwohnungen verschiedene Künstlerateliers, das städtische Museum für Photographie und Fototechnik, das historische Stadtmuseum sowie eine staatliche Gemäldesammlung.

Die Akademie selbst befindet sich im ehemaligen "Haberkasten" in der Mitte der Burg.

Umfangreiche Informationen über Burghausen finden Sie hier.

Die Akademie versteht sich als ein aktives kulturelles Forum für Stadt und Region.In dieser Eigenschaft kann die Akademie reale Produktionsstrukturen im Unterricht integrieren und durch die konsequente Verschränkung von Ausbildung und Produktion der Gefahr eines Studiums im Elfenbeinturm entgehen.

Neben der Akademie-Aula stehen in Burghausen auch andere Auftritts- und Vorführmöglichkeiten zur Verfügung. Die Altstadt und die Burg selbst bilden architektonisch einmalige Kulissen. Außenfilmaufnahmen, Freilicht- und Straßentheater kurz: alle Arten von Experimente in der Bespielung neuartiger Lokalitäten erlangen hier einen besonderen Reiz.

Dieser Ort hat es einst nicht nur Rilke angetan, der nach seinem Besuch 1916 schreibt: 'Burghausen ist für mich zu einem bedeutenden und gefühlten Gegenstand geworden; so wird es vielen ergangen sein, denn das liegt in seiner besonderen Art.' In der Tat, als Paul Klee hier 1899 einen längeren Malaufenthalt verbrachte, charakterisierte er Burghausen im Telegrammstil: "Nest göttlich, uralt, originelle Häuserfassaden, imposante Burg."
Die Stadt ist ein lebendiges Zeugnis der abendländischen Kulturgeschichte. In Archtektur verdichtet, erlebt man diese von Romanik über Gotik, Renaissance, Barock bis zur Moderne unmittelbar und tagtäglich: beim Einkaufen, mit einem Blick aus den Fenstern eines Cafés oder der Klassenräume der Akademie. Dabei zeigt Burghausen das wohl südlichste Flair diesseits der Alpen - "im einheimischen Bayern ein deutsch verwandeltes Italien" (W. Hausenstein).

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