Die drei Grundpfeiler der Ausbildung


I. Künstlerischer Ausdruck

→ Vermittlung einer künstlerisch intuitiven Sicht-, Denk- und Handlungsweise

→ Entwicklung des Empfindungs- und Vorstellungsvermögens (Eindruck / Ausdruck)

→ Erarbeitung sensibler handwerklich-technischer Fähigkeiten

→ Immer wieder wird derselbe dramatische Stoff, sowohl für die Kamera als auch für die Bühne, bearbeitet. Entscheidend für die künstlerische Wertigkeit ist der Stil. Die praktische Auseinandersetzung mit historischen und zeitgenössischen Darstellungsformen fördert Stilsicherheit und dient als Grundlage für die Erarbeitung des persönlichen Ausdrucks.


II. Lernen unter Produktionsbedingungen

  • Vermittlung von Kenntnissen der Dramaturgie und Ausstattung in Theater und Film
    (Bühnen-, Licht-, Video-, und Studiotechnik)
  • Offene Proben mit Zuschauern, exemplarische Drehtage und regelmäßige Vorstellungen vor  Publikum
  • Einführung in Organisation, Theater- und Filmrecht; Grundlagen Kulturmanagement und Marketing von Werken und Personen
  • Technische und organisatorische Praktika (Regie und Schauspiel)

Proben- und Aufführungserfahrung, Umgang mit Publikum sowie Praxisbezug im technischen und organisatorischen Bereich sind zentrale Bestandteile des Unterrichts. Acht Semester lang begleiten selbstständige Proben der Studierenden die üblichen Unterrichtsstunden.


III. Theoretische Fundierung

→ Vermittlung theoretischer Grundlagen und historischer Hintergründe (u.a. Spieltheorie,  theoretische Grundlagen der Regiekunst; Theater-, Film-, Musik- und Kunstgeschichte)

→ Ästhetische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Entwicklungen, mit Aufgaben und Sinn der Kunst

Der Unterricht ist methodenorientiert und fächerübergreifend und verbindet somit durchgehend Theorie und Praxis, ohne die poetische Dimension unseres Ausdrucks zu vernachlässigen.

„In dem Augenblick, in dem wir Fiktion und Illusion aufgeben, verlieren wir paradoxer Weise die Realität an sich.“
– Slavoj Zizek